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Walnuss
(Juglans regia)

Walnussfrucht

Die natürliche Heilkraft der Walnuss

Die Echte Walnuss (Juglans regia) gilt nicht nur als eine der ältesten bekannten Baumarten, sondern ist auch ein wahrer Gesundheitsbrunnen: Früchte und Blätter des Baums können zur Förderung der Gesundheit genutzt werden, sei es als Nahrungsmittel oder als Heilpflanze.

Wie hilft die Walnuss gegen Erkältung?

Die Gerbstoffe in den Walnussblättern bekämpfen Erkältungserreger direkt und erschweren deren Eindringen in die Schleimhaut. Mit ihrer zusammenziehenden Wirkung sorgen sie für ein Abschwellen und eine verminderte Reizbarkeit der entzündeten Schleimhäute. Die übrigen Inhaltsstoffe ergänzen das Wirkmuster.

Aufgrund dieser antimikrobiellen sowie einer entzündungshemmenden Wirkung sind Walnussblätter ein Bestandteil der Kombination 7 heimischer Heilpflanzen in Imupret® N.  Das pflanzliche Arzneimittel leistet bereits bei den ersten Anzeichen, aber auch während einer Erkältung, wertvolle Unterstützung. 

Welche Inhaltsstoffe sind medizinisch relevant?

Die aus phytotherapeutischer Sicht wichtigsten Substanzen sind Gerbstoffe vom Typ der Ellagitannine, die sich mit einem Gehalt von bis zu 10 % in den Blättern finden. Außerdem spielen Flavonoide (3–4 %) eine relevante Rolle. Weitere Inhaltsstoffe unterstützen das Wirkspektrum noch zusätzlich.

Im Überblick:

  • Gerbstoffe wirken adstringierend, indem sie mit Proteinen der Haut und Schleimhaut reagieren, wodurch es zu einer Eiweißfällung kommt und die Zellen Wasser verlieren. Die oberflächliche Durchblutung wird reduziert und die kleinsten Blutgefäße ziehen sich zusammen. Es bildet sich eine Art abdichtender Schutzfilm auf den Gewebsoberflächen. Dadurch wird auch Krankheitserregern das Eindringen und die Vermehrung erschwert. Die Gerbstoffe wirken somit gewebeverdichtend, entzündungshemmend, schmerz- und juckreizlindernd, leicht betäubend, antimikrobiell, antiviral und schweißbildungshemmend.
  • Flavonoide haben ebenfalls eine antientzündliche Wirkung. Sie dienen auch dem Schutz von Kapillargefäßen, indem sie freie Radikale abfangen, die eine Gefahr für Zellmembranen darstellen.
  • Ätherische Öle sind leicht flüchtige Stoffgemische, die Pflanzen häufig in ihren Blättern produzieren und im Gewebe speichern, um Insekten anzulocken oder Schädlinge abzuwehren. Die meisten ätherischen Öle wirken desinfizierend und antimikrobiell, was sich die Pflanzenheilkunde zunutze macht.
  • Kaffee- und Vanillinsäure sind Beispiele für weitere Inhaltsstoffe,  die ähnliche Wirkungen wie die Flavonoide entfalten.

Bei welchen Leiden und Krankheiten helfen die Walnussblätter?

Als traditionelles pflanzliches Arzneimittel werden Walnussblätter äußerlich bei leichten Hautentzündungen und bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrosis), vor allem an Händen und Füßen, empfohlen. Innerlich werden sie heute hauptsächlich zusammen mit weiteren Heilpflanzen, zur Unterstützung der Erkältungsabwehr eingesetzt (z.B. in Imupret® N).

Die äußere Anwendung der Walnussblätter in Form von Bädern, Spülungen und Umschlägen kann den Betroffenen bei einer Vielzahl von Hautleiden Beschwerdelinderung verschaffen. Dazu zählen neben leichten Entzündungen und starker Schweißabsonderung auch oberflächliche Wunden und Geschwüre, chronische Ekzeme (Juckflechte), juckende Kopfhaut, Akne, Pilzinfektionen und Sonnenbrand.

Welche Pflanzenteile werden für die Phytotherapie genutzt?

In der Pflanzenmedizin finden neben den frischen, grünen Fruchtschalen vor allem die Blätter des Walnussbaums als Heildroge Verwendung. Sie werden im Sommer gesammelt. Die unreifen Nüsse erntet man gegen Ende Juni.

Wie wendet man Walnussblätter an?

Die getrockneten Walnussblätter stehen in folgenden arzneilichen Zubereitungsformen zur Verfügung:

  • geschnitten zur Bereitung eines Aufgusses,
  • pulverisiert in Tabletten,
  • als alkoholisch-wässriger Auszug in Tropfen.

Die Fertigarzneimittel können in der Apotheke erworben werden. Äußerlich kommt die Verwendung der Pflanzenarznei für Umschläge oder als Badezusatz infrage.

Teeaufguss: 2 bis 4 Teelöffel (4-6 g) getrocknete Walnussblätter mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, durch ein Teesieb abseihen und abkühlen lassen. Die wässrige Abkochung kann für einen Umschlag oder auch als Badezusatz für Voll- oder Teilbäder genutzt werden.

Walnussblättertee-Umschlag: ein kleines, sauberes Baumwoll- oder Leinenhandtuch mit dem Aufguss tränken und im ausgewrungenen, feuchten Zustand auf die entzündete, ekzematöse oder schwitzende Haut legen; mit einem trockenen Tuch darüber fixieren; 2- bis 4-mal täglich für jeweils 15 bis 30 Minuten anwenden; alternativ kommt die sanfte Anwendung eines Waschlappens infrage.

Die Einnahme als Walnussblättertee wird nur in vereinzelten Quellen der Erfahrungsheilkunde empfohlen, etwa zur Behandlung von Durchfall oder bei Schleimhautreizungen im Magen-Darm-Trakt.

Was ist bei der Anwendung zu beachten?

Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen wurden beim Einsatz der Walnussblättern nicht beobachtet, auch keine Überempfindlichkeitsreaktionen. Beim Verzehr von Walnüssen sind dagegen allergische Reaktionen bekannt, die bei entsprechender Neigung auftreten können.

Die Arzneidroge sollte nicht auf offene Wunden oder großflächige Hautschäden aufgetragen werden. 

Was ist sonst noch an der Walnuss besonders?

Walnüsse gelten heute angesichts ihres besonders hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, B-Vitaminen, Vitamin E und wertvollen Ballaststoffen als Superfood. Der regelmäßige Verzehr der reifen Früchte hilft vermutlich dabei, die Blutgefäße elastischer zu machen und somit Arteriosklerose, Herzinfarkt und Bluthochdruck vorzubeugen.

Die Walnüsse erinnern nicht nur in ihrem Aussehen an das menschliche Gehirn, sie scheinen ihm mit ihren Ingredienzien auch besonders gut zu tun – Omega-3-Fettsäuren & Co sei Dank. Sogar die Darmflora können die Nüsse offenbar regulieren, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.1

Auch die unreifen grünen Nüsse werden für ihre gesundheitsfördernden Effekte geschätzt: Den als Vitamin-C-Bomben bekannten Schalen und Früchten werden blutreinigende, durchblutungsfördernde, verdauungsanregende und leberstärkende Wirkungen zugeschrieben. Für die Naturheilkunde haben aber die Blätter des Walnussbaums die größte medizinische Bedeutung.

Woher kommt die Walnuss?

Die Existenz der Walnuss datiert bis ins Tertiär, das vor über 60 Millionen Jahren begann. Damals war das Klima auf der Erde wesentlich wärmer als heute. Mit Kälte konnte die Pflanze aber auch umgehen, sie hat die Eiszeiten vermutlich in Syrien und anatolischen Gegenden überstanden. Die ursprüngliche Heimat der Nuss wird in Vorder- bis Mittelasien verortet. Nach Mitteleuropa gelangte sie spätestens während der Römerzeit.

Walnussbäume benötigen für ihr Wachstum viel Licht, bevorzugen einen lehmigen, fruchtbaren Boden, lieben die Hitze und sind zugleich als Kaltkeimer auf Kälteperioden angewiesen. 

Walnussbaum auf der Wiese

Was ist für den Walnussbaum charakteristisch?

Die Echte Walnuss (Juglans regia), ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse, kann je nach Standort bis zu 30 m hoch werden und ein Alter von 150 Jahren erreichen. Die Blätter zeigen sich sehr spät im Jahr, zumeist gleichzeitig mit den Blüten, und verströmen beim Zerreiben einen aromatischen Geruch. Das tief reichende Pfahl-Herzwurzelsystem ist fest im Boden verankert, die Krone imponiert weitausladend, lockerästig und abgerundet. 

Ungeachtet seiner späten Belaubung wirft der einhäusige Baum im Herbst als einer der ersten seine Blätter wieder ab. Die Blütezeit dauert von Ende April bis Juni. Nach der Windbestäubung reifen die Früchte mit einer dicken, grünen Außenhülle heran. Ist das Reifestadium erreicht, platzt sie auf und die kugelige bis ovale Nuss im Inneren wird frei. Die sehr harte, zweiteilige Schale der Schließfrucht beherbergt zweilappige Samen, die von einer hellbraunen Samenhaut umhüllt werden. Bei dem, was wir als wohlschmeckende Nuss nutzen und schätzen, handelt es sich um die großen, ölreichen Keimblätter. Ihre charakteristisch gefurchte Form erinnert an Gehirnhälften. 

Was hat die Walnuss mit dem Wal zu tun?

Noch weniger als der Wal mit dem Fisch, hat die Walnuss etwas mit dem Wal zu tun. Vielmehr entwickelte sich der heutige deutsche Begriff aus der „Welschnuss“. Mit dieser Bezeichnung brachten die Germanen zum Ausdruck, dass es sich nicht um eine heimische Nuss handelte, sondern um eine, die über die Römer – die „Welschen“ – ins Land gelangt war.

Im antiken Rom wurde die Walnuss „jovi glans“ genannt, die „Eichel des Jupiter“. Man ehrte die gesunden Früchte des Baums als Gabe des obersten Gottes. Der botanische Name Juglans regia bezeugt, dass sich die Hochachtung für die Echte Walnuss als wertvolle Frucht bis heute gehalten hat.

Weitere Heilpflanzen, die neben der Walnuss in Imupret® N enthalten sind:

Pflichtangaben

Imupret® N Dragees, Imupret® N Tropfen

Traditionell verwendet bei ersten Anzeichen und während einer Erkältung, z. B. Kratzen im Hals, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Hustenreiz.

Hinweis: Imupret® N ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist.

Imupret® N Tropfen enthalten 19 % (V/V) Alkohol. 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

BIONORICA SE, 92308 Neumarkt
                        
Mitvertrieb: PLANTAMED Arzneimittel GmbH, 92308 Neumarkt        
Stand:  06|19

Nur in der Apotheke erhältlich.

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