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Kamille
(Matricaria chamomilla)

Arzneikamille

Die natürliche Heilkraft der Kamille

Die echte Kamille (Matricaria chamomilla) gehört seit Jahrtausenden zu den beliebtesten Heilpflanzen. Aus gutem Grund: Sie kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden und erweist sich dabei medizinisch als ein wahrer Tausendsassa. 

Wie hilft die Kamille gegen Erkältung?

Einige der erforschten Wirkungen der echten Kamille sind gerade bei einer Erkältung besonders nützlich. Dazu zählen v. a. die folgenden pharmakologischen Effekte:

  • bekämpft Erkältungserreger direkt
  • unterstützt die Erkältungsabwehr
  • entzündungshemmend
  • wundheilungsfördernd und 
  • beruhigend.

Die verschiedenen Inhaltsstoffe können also den Körper bei der Erregerabwehr unterstützen und gleichzeitig die Wirkung von entzündungsfördernden Substanzen im Körper eindämmen. Sie bekämpfen zudem die Erkältungserreger direkt. Das Wirkprofil der Kamille erstreckt sich damit nicht nur auf die Symptome einer Erkältung, wie z. B. Halskratzen, Schnupfen oder Husten, sondern auch auf die Erkältungsviren. Damit darf der Tausendsassa in einem Präparat wie Imupret® N nicht fehlen.

Welche Inhaltsstoffe sind therapeutisch wirksam?

Die therapeutisch relevanten Inhaltsstoffe finden sich in den Kamillenblüten, für deren hohe Wirksamkeit in erster Linie ätherische Öle verantwortlich sind. Neben Bisabolol und Matricin sorgen auch Schleimstoffe und Flavonoide (z.B. Apigenin und Quercetin) für die positiven Eigenschaften der vermutlich weltweit beliebtesten Arzneipflanze. Die typische azurblaue Farbe des Kamillenöls rührt übrigens vom Chamazulen, das bei der Wasserdampfdestillation zur Gewinnung der ätherischen Öle entsteht.

Das Spektrum an Kamille-Präparaten ist breit und vielfältig, wobei der Gehalt an Ingredienzien mit heilsamer Wirkung stark variieren kann. Neben Flüssigextrakten werden offene Kamillenblüten, Tee(mischungen), Tinkturen, das ätherische Öl sowie Cremes, Salben, Gele und Dragees angeboten. Für die Qualität des pflanzlichen Arzneimittels ist dabei die Art der Trocknung und Lagerung der verwendeten Pflanzenteile ausschlaggebend.

Tee oder Extrakt: Welche Unterschiede gibt es in der Wirkung?

Kamillenblüten werden als Tee, zur Inhalation und als Badezusatz genutzt. Kalter Tee kann auch für Mundspülungen oder zum Gurgeln, etwa bei Zahnfleischentzündung oder Halsreizung, verwendet werden. Zur Inhalation werden entweder eine Handvoll Kamillenblüten oder einige Tropfen Kamillenöl auf heißes Wasser gegeben.

Die Zubereitung von Kamillentee ist einfach: 1 Esslöffel Kamillenblüten (etwa 3 g) mit 150 ml heißem, aber nicht kochendem Wasser, übergießen, 5–10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Wenn es um die gesundheitsfördernde Wirkung des Kamillentees geht, sind allerdings zwei Dinge zu beachten:

  • bei der Herstellung der überall im Handel erhältlichen Kamillentee-Filterbeutel werden üblicherweise auch Stängel und Blätter mitverarbeitet. Das bedeutet eine Qualitätsminderung gegenüber der Kamille aus der Apotheke, die gemäß Arzneibuch nur aus Blüten besteht.
  • Im trinkfertigen Tee sind wichtige fettlösliche Inhaltsstoffe nur in Spuren enthalten oder fehlen gänzlich. Denn bei der Teezubereitung verdunstet das wirkstoffreiche ätherische Öl oder bleibt im Teerückstand zurück. Im Aufguss fanden sich in Untersuchungen nur noch sehr geringe Anteile an Kamillenöl. 

Bei welchen Leiden und Krankheiten kommt die Kamille zur Anwendung?

Die in der Kamille enthaltenden Substanzen üben neben der Bekämpfung der Erkältungserreger und der Unterstützung der Erkältungsabwehr u.a. auch krampflösende, magenschützende und wundheilungsfördernde Effekte aus. Deshalb wird die Heilpflanze als Hausmittel bzw. Phytopharmakon außer bei Entzündungen und Reizzuständen im Hals-Rachenraum häufig auch bei

  • Schleimhautentzündungen  
  • bakteriellen Erkrankungen der Haut (z. B. Schleimhaut der Mundhöhle)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • schlecht heilenden Wunden sowie 
  • Schlaflosigkeit und Nervosität

eingesetzt. Die komplette Liste der möglichen Anwendungsgebiete ist noch bedeutend länger. 

Worauf ist bei der Anwendung zu achten?

Bei dieser Heilpflanze sind keine Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Gegenanzeigen bekannt. Eine Ausnahme bildet die seltene Allergie gegen Korbblütler. Wenn es mal zu allergischen Reaktionen kommt, ist der Grund dafür meistens eine Verunreinigung mit anderen Kamillenarten. Außerdem können selbst hergestellte Zubereitungen aus Kamillenblüten gelegentlich mit Keimen belastet sein und sollten deshalb speziell nicht am oder im Auge angewendet werden! 

Woher stammt die Pflanze und wie erkennt man sie?

Die echte Kamille ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und erreicht eine Wuchshöhe von 15–50 cm. Das genügsame Gewächs stammt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa sowie dem Nahen Osten, hat sich aber weltweit in allen gemäßigten Klimaregionen verbreitet. Mit der Zunahme der intensiven Landwirtschaft wurde die bevorzugt an Weg- und Ackerrändern wachsende Heilpflanze – als typisches „Ackerunkraut“ – aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt. Sie ist daher heute eher selten anzutreffen. 

Die Blütezeit reicht von Mai bis September, die Haupterntezeit für die Verwendung als Arzneipflanze erstreckt sich auf Juni und Juli. Ein charakteristisches Merkmal der echten Kamille ist ihr würziger, aromatischer Geruch. Die goldgelben Blütenköpfe tragen etwa 15 weiße Zungenblüten und erinnern mit ein wenig Fantasie an die Sonne. Das kommt auch in der altägyptischen Verehrung als „Blume des Sonnengottes“ zum Ausdruck. 

Was bedeutet die Namensgebung?

Der deutsche Name leitet sich vom altgriechischen „Chamaemelum“ („chamal“ = „niedrig" oder „erdnah“ und „melon“ = Apfel) ab und lässt sich etwa mit „Erdapfel“ übersetzen. Der bodennahe Wuchs und der apfelähnliche Duft der Pflanze sind die vermutlichen Gründe für diese Namensgebung durch die Griechen.

Die lateinische Bezeichnung der echten Kamille lautet Matricaria chamomilla. Der Gattungsname Matricaria weist auf den in früheren Zeiten häufigen Einsatz der Heilpflanze bei Frauenleiden hin. Das lateinische Wort „Matrix“ bedeutet u. a. „Gebärmutter“.

Gibt es auch eine falsche Kamille?

Als falsche Kamille ist das Mutterkraut bekannt, welches ebenfalls zu den Korbblütlern gehört. Die weißgelben Blütenkörbe sehen auf den ersten Blick denen der echten Kamille zum Verwechseln ähnlich. Die Blütenköpfe sind aber flach und treten nicht als runde Knöpfchen in Erscheinung. Außerdem verfügt die falsche Kamille nicht über ein so großes phytotherapeutisches Wirkspektrum und den (angenehmen) Geruch der echten Kamille. 

Weitere Heilpflanzen, die neben der Kamille in Imupret® N enthalten sind:

Pflichtangaben

Imupret® N Dragees, Imupret® N Tropfen

Traditionell verwendet bei ersten Anzeichen und während einer Erkältung, z. B. Kratzen im Hals, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Hustenreiz.

Hinweis: Imupret® N ist ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist.

Imupret® N Tropfen enthalten 19 % (V/V) Alkohol. 

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

BIONORICA SE, 92308 Neumarkt
                        
Mitvertrieb: PLANTAMED Arzneimittel GmbH, 92308 Neumarkt        
Stand:  06|19

Nur in der Apotheke erhältlich.

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