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Inhalieren und Dampfbad bei Erkältung

Erkältung: Helfen Inhalieren und Dampfbad wirklich?

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Das Einatmen von warmen Dämpfen, ob nun über Inhalationen oder ein warmes Dampfbad, ist ein langbewährtes Hausmittel bei Erkältungen. Doch wie wirksam sind diese Methoden wirklich? Hier erfahren Sie mehr über die Effekte von Inhalationen und Dampfbädern bei Erkältungen, was Sie dabei beachten und wann Sie lieber darauf verzichten sollten.

Hilft Inhalieren und Dampfbad bei Erkältung?

Hilft Inhalieren bei einer Erkältung?

Ja, bei einer unkomplizierten Erkältung und auch bei einer akuten, leichten Nasennebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis) ist Inhalieren eine sinnvolle Maßnahme zur Linderung der typischen Symptome. Das Inhalieren hat dabei gleich mehrere Effekte: Der warme Dampf befeuchtet die ausgetrockneten Schleimhäute, macht zähes Sekret dünnflüssiger und unterstützt den natürlichen Schleimabtransport.

Diese Effekte treten auch schnell ein, nach etwa 5–10 Minuten sollten Sie bereits merken, dass die Nase etwas freier wird und das gereizte Gefühl in Hals und Rachen nachlässt. Auch bei hartnäckigem Husten hat Inhalieren oft eine lindernde Wirkung, da die Schleimhäute durch die Befeuchtung beruhigt werden und dadurch der Hustenreiz reduziert wird. 

Inhalieren ist also ein sinnvolles Hausmittel, um die typischen Beschwerden bei einem Atemwegsinfekt zu lindern. Dadurch wird die Erkältungsdauer zwar nicht direkt verkürzt, allerdings schlafen durch die Befreiung der verstopften Nase viele Betroffene wieder besser und können sich dadurch effektiver erholen. 

Was bewirkt ein Dampfbad bei Erkältung?

Bei einem Dampfbad sind die Effekte ähnlich. Auch hier sorgt vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit dafür, dass die gereizten Nasen- und Rachenschleimhäute befeuchtet und dadurch beruhigt werden. Außerdem empfinden viele Betroffene die Wärme als angenehm: Sie hilft dabei, Muskelverspannungen zu lösen, den Körper aufzuwärmen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Sie sollten das Dampfbad aber als sanfte Maßnahme betrachten – bei Fieber oder starkem Krankheitsgefühl ist dieses Hausmittel nicht geeignet. Auch Betroffene mit Kreislaufproblemen, Asthma oder Hauterkrankungen reagieren mitunter empfindlich auf Hitze und feuchte Luft und sollten Dampfbäder nur zurückhaltend anwenden oder bei stärkeren Beschwerden lieber ganz darauf verzichten.

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Inhalieren – Tipps und Hinweise zur Anwendung

Wie inhaliert man richtig bei Nasennebenhöhlenentzündungen?

Am einfachsten inhalieren Sie mit Hilfe eines Inhalationsgeräts mit einem Mund-Nasen-Aufsatz. Dieses ist beispielsweise in Apotheken erhältlich. 

Alternativ können Sie auch – klassisch, aber vorsichtig – über einer Schüssel mit heißem, nicht kochendem Wasser inhalieren. Beugen Sie sich dafür in angenehmem Abstand darüber, legen Sie ein Handtuch locker über Ihren Kopf und die Schüssel und atmen Sie langsam und gleichmäßig durch die Nase ein und durch den Mund aus. 5–10 Minuten pro Anwendung reichen aus.
Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung ist Inhalieren besonders wirksam, wenn Sie die Anwendungen 2–3-mal täglich durchführen. 

Wichtiger Hinweis: Schließen Sie während der Anwendung die Augen oder schützen Sie diese mit einer geeigneten Brille. Der Dampf kann sonst zu Reizungen der Augen führen – besonders, wenn Sie Zusätze mit ätherischen Ölen verwenden. Achten Sie außerdem immer darauf, dass der Dampf nicht zu heiß ist, die Temperatur sollte angenehm warm sein.

Womit sollte man Inhalieren, um festsitzenden Schleim zu lösen?

Sie können nur mit warmem Wasser inhalieren – die Feuchtigkeit allein wirkt oft schon wohltuend. Um die Anwendung noch etwas effektiver zu machen, eignen sich zudem Kochsalz oder schleimlösende Kräuteraufgüsse.
Durch die Salzinhalation wird das Sekret im Nasen-Rachen-Raum noch etwas flüssiger und kann dadurch leichter abgehustet und nach außen transportiert werden.

Achten Sie aber darauf, Zusätze immer vorsichtig zu dosieren. Ätherische Öle sollten nie direkt und unverdünnt ins Gerät gegeben werden, das kann sonst zu schweren Reizungen im Bereich der Atemwege, Augen und der Gesichtshaut führen.

Welche ätherischen Öle sollte man bei einer Erkältung Inhalieren?

Am besten eignen sich Zusätze wie Eukalyptus-, Pfefferminz-, Fichtennadel- oder Thymianöl. 1–2 Tropfen pro Schüssel Wasser reichen dabei vollkommen aus. Bei gebrauchsfertigen Inhalationshilfen sollten Sie sich immer genau an die Angaben auf der Verpackung halten, hier sind oft geringere Mengen ausreichend.

Bei Asthma, chronischer Bronchitis, akuten Kehlkopfproblemen, in der Schwangerschaft und bei Kindern unter 6 Jahren sollten Sie mit ätherischen Ölen sehr vorsichtig sein bzw. am besten ganz darauf verzichten. Hier kann es sonst zu gefährlichen Komplikationen im Bereich der Atemwege kommen.

Wann sollte man nicht Inhalieren?

Bei Fieber, starkem Krankheitsgefühl, akuter Atemnot oder Kreislaufproblemen sollten Betroffene auf Inhalationen verzichten. In diesen Situationen bedeutet die Anwendung für den geschwächten Körper eher eine Anstrengung als eine Unterstützung.

Auch für Betroffene mit Rosazea, sehr empfindlicher Haut oder akuten Augenerkrankungen sind Inhalationen nicht geeignet. 

Dampfbad – Tipps und Hinweise zur Anwendung

Kann man erkältet ins Dampfbad?

Bei einer leichten, fieberfreien Erkältung kann ein kurzes Dampfbad dabei helfen, die typischen Symptome ein wenig zu lindern und außerdem das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Ähnlich wie beim Inhalieren werden die Beschwerden dabei vor allem durch den warmen Dampf verbessert. Das Dampfbad sollte aber eine ruhige, entspannte Anwendung sein – zu heiße Temperaturen oder körperliche Anstrengung haben genau den gegenteiligen Effekt und sollten daher vermieden werden. 

Wenn Ihnen schwindelig wird, ein Benommenheitsgefühl auftritt oder das Herz anfängt zu „rasen“, brechen Sie das Dampfbad sofort ab. Auch bei Fieber, frischen Mittelohrentzündungen, starkem Husten mit Atemnot, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder instabilem Blutdruck sollten Sie auf Dampfbäder lieber verzichten.

Wie lange sollte man ein Dampfbad bei Erkältung machen?

Beim Dampfbad kommt es auf die richtige Dauer an – zu kurz, und die positiven Effekte bleiben aus, zu lang, und die Anwendung schwächt den Körper. Am besten sind etwa 8–12 Minuten pro Durchgang. Ob Sie einen oder mehrere Durchgänge machen, hängt von Ihrem allgemeinen Befinden ab. Bei leichten Erkältungen oder in der bereits abklingenden Phase, wenn Sie sich ansonsten verhältnismäßig fit fühlen, können Sie auch 2 bis 3 Durchgänge machen. Oft reicht aber auch bereits ein einzelner Durchgang aus, um die Nase zu befreien.

Anschließend sollten Sie sich warm abduschen, gleich abtrocknen und schnell wieder warm anziehen, damit Sie auf keinen Fall zwischendurch frieren. Außerdem ist es ratsam, vor und nach einem Dampfbad genügend zu trinken, da der Körper durch das Schwitzen vermehrt Flüssigkeit verliert. Ebenfalls wichtig: viel Ruhe. Ein Dampfbad soll eine angenehme Anwendung sein, um den Körper zu entspannen. Legen Sie sich daher im Anschluss am besten warm eingepackt etwas hin und ruhen Sie sich aus.

Welche Temperatur sollte ein Dampfbad bei einer Erkältung haben?

Temperaturen von etwa 40–50 °C bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit (bis 100 %) sind optimal, heißer muss es nicht sein. Bei Dampfbädern während einer Erkältung gilt nicht „je heißer, desto besser“. Sondern die Temperatur sollte sich angenehm anfühlen. Alles darüber hinaus bedeutet für den Körper eine zusätzliche Anstrengung und das wirkt dem Heilungsprozess entgegen, anstatt diesen zu unterstützen. 

Tipp: Heißer Dampf steigt nach oben. Setzen Sie sich daher im Dampfbad lieber weiter unten und nicht zu nah an die Dampfdüsen hin, dann ist der Dampf etwas milder und nicht so heiß.

Inhalation und Dampfbad bei Erkältungen – die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick


Bildnachweise

Adobe Stock: Maren Winter | Adobe Stock: nikkytok | Adobe Stock: USeePhoto

Autor/-in unseres Artikels
Dr. med. Chiara Grabmann, Medizinjournalistin
Dr. med. Chiara Grabmann
Medizinjournalistin
Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
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Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Medizinjournalistin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Medizinjournalistin
Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
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