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Inhalieren und Dampfbad bei Erkältung

Sport bei Erkältung – möglich oder zu riskant?

Autorin:

Eine Erkältung dauert meist nur einige Tage, doch ist man nach Abklingen der Symptome auch gleich wieder bereit für Sport? Das hängt von der Schwere des grippalen Infekts, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und noch weiteren Faktoren ab. Auf jeden Fall gilt: nicht zu früh wieder anfangen und erstmal langsam starten. Sonst besteht das Risiko für schwere Folgeschäden an Herz und anderen Organen. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Ist es schlimm, wenn man trotz Erkältung Sport macht?

Ja, das kann sehr gefährlich sein. Auch wenn die Erkältungssymptome wie Schnupfen und Halsschmerzen harmlos erscheinen mögen, muss Ihr Immunsystem gegen die Viren ankämpfen. Sport stellt dabei für den Körper zusätzlichen Stress dar und schwächt das Immunsystem. Dadurch erschweren Sie also die Bekämpfung der Krankheitserreger, verzögern den Heilungsprozess und riskieren, dass sich die Entzündung weiter im Körper ausbreitet. Eine solche verschleppte Erkältung kann schwere Folgen haben. 

Die größte Gefahr bei körperlicher Anstrengung während eines Infekts ist eine sogenannte Myokarditis, das ist eine Entzündung des Herzmuskels. Durch das Training können sich die Viren leichter im Körper ausbreiten und auch das Herz angreifen. Eine solche Herzmuskelentzündung kann ernste Folgen haben, von Herzrhythmusstörungen bis hin zu einer irreversiblen, chronischen Herzschwäche, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein kann. Betroffene sollten sich daher bewusst sein, dass sie unbedingt ausreichend pausieren müssen, um diese Risiken zu vermeiden. 

Schnell wieder gesund werden? Lesen Sie hier: Erkältung schnell loswerden

Person mit zurückgebundenem Haar in Jeansjacke und weißem Shirt vor urbanem Hintergrund mit Text „Bei ersten Anzeichen einer Erkältung“
Illustration von Hals und Stimmbändern mit Text „Bei Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Hustenreiz“
Grafik mit drei grünen Pflanzenillustrationen auf weißem Kreis und Text „Einzigartige 7-Pflanzenkombination“
Strichzeichnung einer Person mit Schal und Text „Erkältungsabwehr stärken, Erkältungserreger bekämpfen, Erkältungsverlauf mildern“
Grüne Fläche mit weißem Koffer-Symbol, Blatt-Icon oben rechts und Text „Perfekt für unterwegs“
Verschwommene Darstellung einer Person, die ein Kind hält und küsst, mit Text „Für die ganze Familie*“ und „*Geeignet für Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren“

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Kann man mit leichten Erkältungssymptomen Sport treiben?

Besser nicht. Während der Erkrankungsphase sollten Sie Ihrem Körper so viel Ruhe wie möglich gönnen, damit das Immunsystem die Krankheitserreger erfolgreich bekämpfen kann. Bei sehr leichten Erkältungen mit milden Symptomen können Sie aber bereits etwas früher wieder mit sportlichen Aktivitäten starten als bei schweren Verläufen. 

Achten Sie aber darauf, dass sich die Erkrankung schon deutlich in der Abheilungsphase befindet und nur noch leichte, ausklingende Beschwerden bestehen. Außerdem sollten Sie auf keinen Fall direkt wieder mit voller Intensität mit dem Training beginnen. Steigern Sie langsam Ihre Leistung und achten Sie darauf, dass sich die Symptome nicht wieder plötzlich verschlechtern.

Wie lange sollte man keinen Sport treiben?

Die Dauer der Sportpause hängt von der Schwere des Infekts ab:

Leichte Erkältung ohne Fieber:

Betroffene sollten warten, bis alle akuten Symptome abgeklungen sind. Bei milden Infekten dauert das meist nur wenige Tage. Ein leichter Husten oder ein Reizgefühl im Hals beispielsweise bestehen oft noch etwas länger, stehen leichter körperlicher Aktivität aber nicht mehr im Wege. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, hält nach dem Abklingen der Beschwerden noch einmal zwei symptomfreie Tage Pause ein.

Grippaler Infekt mit Fieber:

Bei Fieber ist eine längere Pause nötig. Warten Sie, bis das Fieber nicht nur gesunken, sondern mindestens drei bis fünf Tage lang komplett verschwunden ist und Sie sich wieder rundum gesund fühlen. In diesen Fällen sind insgesamt oft ein bis zwei Wochen Pause sinnvoll.

Allgemeiner Hinweis: Starten Sie nie mit 100 %. Beginnen Sie mit maximal 50 % der gewohnten Intensität und Dauer. Beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert. Kommt die Erkältung zurück oder fühlen Sie sich schlapp, legen Sie sofort wieder eine Pause ein.

Sie möchten wissen, welche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen? Lesen Sie hier: Medikamente bei Erkältungen

Wann ist Sport wieder erlaubt nach einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) kann sehr hartnäckig sein und ist oft ein Zeichen dafür, dass die Entzündung tiefer sitzt und somit auch länger anhält.

In der akuten Krankheitsphase mit Schmerzen, Druckgefühl und möglicherweise Fieber ist Sport absolut tabu. Warten Sie auch hier, bis alle Beschwerden vollständig abgeklungen sind und machen Sie zur Sicherheit noch ein bis zwei symptomfreie Tage Pause. 

Was passiert, wenn man mit einer Bronchitis Sport treibt?

Bei einer Bronchitis hat sich die Entzündung bereits in die unteren Atemwege ausbereitet – betrifft also nicht nur Nase, ggf. Nasennebenhöhlen und den Mund-Rachen-Raum, sondern die Krankheitserreger haben hier schon die Bronchien befallen. Im Gegensatz zu einer einfachen, unkomplizierten Erkältung sind die Beschwerden bei einer Bronchitis daher oft schwerer und halten in der Regel auch deutlich länger an. 

Je schwerer ein Infekt ist, desto geschwächter ist der Körper und desto höher ist das Risiko, dass sich die Entzündung bei körperlicher Belastung noch weiter ausbreitet. Die Folgen können eine Lungenentzündung oder auch hier eine Myokarditis sein. 

Daher sollten Sie bei einer Bronchitis in der Regel eine längere Sportpause einlegen. Warten Sie, bis der Husten abgeklungen ist und Sie wieder völlig symptomfrei sind. Abhängig von der Schwere der Bronchitis kann das mitunter auch einmal zwei bis drei Wochen oder manchmal sogar länger dauern. 

Unterstützen Sie Ihren Körper beim Heilungsprozess mit einfachen Alltagstipps: 


Quellen:

Stief, L. Ist Sport bei Erkältung okay?. HNO Nachr 55, 10 (2025). doi.org/10.1007/s00060-025-9399-6

König, D. et al.: Sport und Infekte der oberen Atemwege - Epidemiologie, Immunologie und Einflussfaktoren. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin 2000; 51 (7+8), 244-250

Ruuskanen, O. et al.: Respiratory Viral Infections in Athletes: Many Unanswered Questions. Sports Med 2022; 52; doi: 10.1007/s40279-022-01660-9

Bildnachweise

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Autor/-in unseres Artikels
Dr. med. Chiara Grabmann, Medizinjournalistin
Dr. med. Chiara Grabmann
Medizinjournalistin
Studium:
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
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Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Medizinjournalistin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Medizinjournalistin
Studium:
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn
Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
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