Imupret® N gegen Erkältungen: Wirksamkeit in Studien belegt
Imupret® N ist ein pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung beginnender Erkältungen, das gezielt wissenschaftlich untersucht wurde. Sowohl präklinische Studien zur Wirkweise als auch klinische Untersuchungen am Menschen zeigen, dass das Präparat auf mehreren Ebenen in das Erkältungsgeschehen eingreifen kann. Wie das funktioniert und wie die Wirkung belegt ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Erfahren Sie auf dieser Seite mehr zu folgenden Themen:
- Pharmakologische Effekte von Imupret® N durch 2-fach-Effekt
- Wie ist die Wirkung von Imupret® N in Studien belegt?
- Die Heilpflanzen in Imupret® N und ihre pharmakologische Bedeutung
Lesedauer: 12 Minuten
Zusammenfassung: evidenzbasierte pflanzliche Therapie bei Erkältungen
Imupret® N gehört zu den pflanzlichen Arzneimitteln, für die sowohl ein nachvollziehbares pharmakologisches Wirkprinzip, wie immunmodulatorische und antivirale Effekte, als auch klinische Studiendaten vorliegen. Die Kombination aus sieben Arzneipflanzen ermöglicht einen mehrschichtigen Therapieansatz. Die vorhandene Evidenz spricht dafür, dass Imupret® N insbesondere bei frühzeitiger Anwendung den Erkältungsverlauf positiv beeinflussen und mildern kann.
Pharmakologische Effekte von Imupret® N durch 2-fach Effekt
Dass die pharmakologischen Wirkungen der in Imupret® N enthaltenen sieben Heilpflanzen in der Kombination tatsächlich zum Tragen kommen, wurde durch mehrere experimentelle Untersuchungen belegt. Diese Arbeiten legen nahe, dass Imupret® N zentrale Mechanismen der Immunabwehr beeinflussen kann.
Vermehrte Bildung von antiviralen Peptiden
So konnte in vitro – also in Laboruntersuchungen an Zellen – eine statistisch signifikant gesteigerte Bildung antiviraler Peptide wie HBD1 und LL-37 nachgewiesen werden: HBD1 stieg um bis zu 50 % (p < 0,05), LL-37 um bis zu 84 % (p < 0,01).1 Diese sogenannten Defensine werden von Schleimhautzellen der Atemwege gebildet und sind ein wichtiger Bestandteil der frühen Virusabwehr.
Gesteigerte Aktivität natürlicher Killerzellen
Eine weitere präklinische Untersuchung hat gezeigt, dass Imupret® N die Aktivität natürlicher Killerzellen signifikant steigern kann – um bis zu 150 % (p < 0,001).2 Diese Zellen sind ein zentraler Bestandteil des angeborenen Immunsystems und gehören zu den ersten Abwehrmechanismen, die bei einer Virusinfektion aktiv werden.
Natürliche Killerzellen patrouillieren kontinuierlich im Körper und sind in der Lage, virusinfizierte Zellen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu zerstören, so dass die Erregerausbreitung limitiert wird. Sie spielen damit eine entscheidende Rolle in der frühen Phase der Infektabwehr, wenn die spezifische (erworbene) Immunantwort noch nicht vollständig aktiviert ist (siehe Grafik).
Während die angeborene, unspezifische Abwehr sofort reagiert, setzt die spezifische Immunabwehr zeitverzögert ein, ist dafür aber gezielter. Durch die signifikante Steigerung der Aktivität natürlicher Killerzellen kann Imupret® N somit gezielt die erste, schnelle Abwehrlinie des Körpers unterstützen.2
Auch die Phagozytose als weiterer Mechanismus der unspezifischen Immunabwehr kann durch Imupret® N unterstützt werden. So konnte in weiteren in-vitro-Studien nachgewiesen werden, dass die Phagozytose-Leistung von Immunzellen gesteigert wird. Damit ist die Aufnahme von Krankheitserregern sowie deren anschließende Zerstörung gemeint. Eine wichtige Rolle spielt den Untersuchungen zufolge dabei der sogenannte „oxidative Burst“. Das ist ein Abwehrmechanismus, bei dem Immunzellen, die sogenannten Phagozyten, reaktive Sauerstoffverbindungen bilden und einsetzen, um Krankheitserreger gezielt abzutöten.4,5
Auch direkte antivirale Effekte beobachtet
Neben der Unterstützung der Immunantwort bzw. der Stärkung der Abwehrkraft ist bei einer Erkältung noch etwas anderes wichtig: das Bekämpfen der Erkältungserreger, also der beteiligten Viren. Auch hier hat Imupret® N nachweisbare Wirkungen. Der eingangs erwähnte 2-fach-Effekt beruht auf dieser Doppelwirkung.
Eindringen der COVID-Viren gehemmt
So konnten in-vitro-Untersuchungen mit dem COVID-19-Virus (SARS COV-2) zeigen, dass Imupret® N die Bindung des Virus an menschliche Zellen beeinflussen kann: Konkret wurde die Interaktion zwischen dem sogenannten Spike-Protein des Virus und dem ACE2-Rezeptor, über den SARS-CoV-2 in die Zellen eindringt, durch Imupret® N statistisch signifikant um bis zu 85 % gehemmt (p < 0,001).1
Vermehrung von RS-Erkältungsviren um 90 % verringert
In einer weiteren experimentellen Studie stand das Respiratorische Synzytialvirus (RS-Virus) im Fokus, also ein typischer Erkältungserreger. In dieser Untersuchung von Wosikowski et al. führte Imupret® N zu einer Hemmung der Replikation (Vermehrung) der RS-Viren um bis zu 90 %.2
Immunstärkung UND Virusbekämpfung
Die Ergebnisse legen nahe, dass Imupret® N nicht nur die körpereigene Abwehr unterstützen kann. Die präklinischen Untersuchungen zeigen darüber hinaus auch eine direkte antivirale Wirkung: Imupret® N kann auf Erkältungserreger einwirken, indem sowohl deren Eindringen in die Zellen als auch ihre Vermehrung gehemmt wird.
Wie ist die Wirkung von Imupret® N in Studien belegt?
Wie oben erwähnt gibt es zu Imupret® N auch eine ganze Reihe an klinischen Studien, also Untersuchungen am Menschen.
Imupret® N – effektiv bei viralen Atemwegsinfekten
In einer prospektiven, randomisierten Studie wurden 93 Patient*innen mit mildem COVID-19-Verlauf untersucht. Die Teilnehmenden erhielten entweder eine Standardtherapie oder zusätzlich Imupret® N. Die Behandlung erfolgte über 14 Tage, wobei typische Erkältungssymptome systematisch dokumentiert wurden.6
Bereits innerhalb von vier Tagen zeigte sich in der Imupret®-N-Gruppe ein stärkerer Rückgang der Symptome als in der Kontrollgruppe. Im weiteren Verlauf konnten mehr als die Hälfte der Symptome gebessert werden. Dieser Effekt war für die Patienten selbst spürbar und wurde auch ärztlich bestätigt.6
Studie zur Reduktion erster Erkältungssymptome
Eine weitere randomisierte Studie bestätigt die Wirksamkeit und gute Verträglichkeit bei ersten Symptomen einer Erkältung. Aufgenommen wurden Patient*innen mit typischen Symptomen wie Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Reizung der Rachenschleimhaut, die innerhalb von 24 Stunden einen Arzt kontaktieren, um eine Behandlung im Anfangsstadium zu garantieren. Die Studie verglich dabei Imupret® N mit einem Präparat auf Salbeibasis.7
Unter Imupret® N kam es bereits innerhalb von drei Tagen zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik. Der Rückgang war dabei signifikant stärker ausgeprägt als unter dem Vergleichspräparat.7
Gute Wirkung bei Kindern und Jugendlichen
Und wie sieht es bei den jüngeren Patienten und Patientinnen aus? Eine prospektive, multizentrische Anwendungsbeobachtung untersuchte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Imupret® N bei insgesamt über 1.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 2 bis 17 Jahren. Sie litten seit 2-3 Tagen akut an einer rezidivierenden Infektion der oberen Atemwege.8
Die Behandlung erfolgte gemäß den Anwendungsempfehlungen über einen Zeitraum von durchschnittlich 10 Tagen, bei einer gesamten Beobachtungsdauer von 14 Tagen. Im Verlauf der Studie kam es zu einer deutlichen Abnahme sowohl der subjektiv wahrgenommenen Beschwerden – also Halsschmerzen, Husten oder allgemeines Krankheitsgefühl – als auch der ärztlich dokumentierten Befunde.8
Die Responder-Rate, also der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit klarer Besserung oder vollständiger Abheilung der Symptome, lag in allen Altersgruppen bei über 90 %. Ein Großteil der Beschwerden klang bereits innerhalb weniger Tage deutlich ab.8
Gleichzeitig zeigte sich eine sehr gute Verträglichkeit: Unerwünschte Wirkungen traten nur selten auf, und sowohl über 90 % der Ärzte als auch Eltern bewerteten die Verträglichkeit der Therapie als gut bis sehr gut.8
Die Heilpflanzen in Imupret® N und ihre pharmakologische Bedeutung
Imupret® N enthält eine Kombination aus sieben Arzneipflanzen: Kamille, Eibisch, Schachtelhalm, Schafgarbe, Walnuss, Löwenzahn und Eiche. Die einzelnen Bestandteile sind pharmakologisch gut untersucht und tragen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen zur Wirkung bei beginnender Erkältung bei.
Kamillenblüten: Entzündungshemmung und antimikrobielle Effekte
Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Kamille sind seit Jahrhunderten bekannt und gut dokumentiert. Kamillenblüten enthalten ätherische Öle und phenolische Verbindungen, insbesondere Flavonoide wie Apigenin, Quercetin, Patuletin und Luteolin sowie deren Glucoside. Für Kamille sind antimikrobielle und entzündungshemmende Effekte experimentell beschrieben.9
Eibischwurzel: Aktivierung zellulärer Abwehrmechanismen
Die Eibischwurzel ist reich an Schleimstoffen und Polysacchariden. Neben ihrer reizlindernden Wirkung auf die Schleimhäute zeigen diese Inhaltsstoffe eine ausgeprägte immunmodulierende Aktivität. In experimentellen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass sie die Phagozytose – also die Aufnahme und den Abbau von Krankheitserregern durch Immunzellen – stimulieren. Damit greift Eibisch direkt in zentrale Mechanismen der Immunabwehr ein.10
Schachtelhalmkraut: Unterstützung entzündungsregulierender Prozesse
Die medizinisch relevanten Inhaltsstoffe des Schachtelhalmkrauts sind insbesondere Kieselsäure und Flavonoide. Bekannt sind antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Effekte der Heilpflanze.11
Schafgarbenkraut: entzündungshemmende Effekte
Schafgarbenkraut spielt innerhalb der Kombination eine wichtige Rolle, da für Achillea millefolium entzündungshemmende Eigenschaften beschrieben sind. Experimentelle Untersuchungen weisen unter anderem auf eine Hemmung der humanen neutrophilen Elastase hin, einer am Entzündungsgeschehen beteiligten Protease. Damit kann Schafgarbenkraut zur Regulation entzündlicher Prozesse beitragen.12
Walnussblätter: direkte antivirale Aktivität
Hauptinhaltsstoffe der Walnussblätter sind Gerbstoffe und weitere phenolische Verbindungen, darunter Flavonoide wie Quercetin-Derivate. Für Walnussblätter wurden antibakterielle Eigenschaften beschrieben.13 Für Quercetin selbst konnte zudem eine antivirale Wirkung gegen das humane Rhinovirus gezeigt werden – einen der häufigsten Auslöser von Erkältungen.14 Damit können Walnussblätter innerhalb der Pflanzenkombination einen Beitrag zur Bekämpfung viraler Erreger leisten.
Löwenzahnkraut: Einfluss auf Entzündungsmediatoren
Löwenzahnkraut enthält Bitterstoffe, Triterpene und Schleimstoffe. In experimentellen Untersuchungen konnten entzündungshemmende, antivirale und immunmodulierende Effekte nachgewiesen werden. Diese beruhen unter anderem auf einer Beeinflussung von Zytokinen und entzündungsrelevanten Signalwegen wie Interleukinen und TNF-α.15
Eichenrinde: Stabilisierung der Schleimhautbarriere
Eichenrinde ist reich an Gerbstoffen und wird traditionell bei entzündlichen Erkrankungen der Schleimhäute eingesetzt. Die Inhaltsstoffe wirken adstringierend (Gewebe zusammenziehend), antibakteriell und virushemmend. Dadurch wird die Schleimhautbarriere stabilisiert und die Ausbreitung entzündlicher Prozesse begrenzt.16
Multifaktorieller Wirkansatz von Imupret® N
Insgesamt führt die einzigartige 7-Pflanzenkombination zu einem 2-fach-Effekt: Die Erkältungsabwehr kann gestärkt und die Erkältungserreger können bekämpft werden. Erste Anzeichen einer Erkältung wie Kratzen im Hals, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und Hustenreiz werden gelindert und der Erkältungsverlauf kann so gemildert werden. Diese Eigenschaften unterstützen den Einsatz von Imupret® N bei beginnenden Erkältungen.

Bildnachweis: modifiziert nach Sego et al. (2020).³
Quellen
1. Tran HTT et al. In vitro Screening of Herbal Medicinal Products for Their Supportive Curing Potential in the Context of SARS-CoV-2. Evid Based Complement Alternat Med. 2022 Sep 6;2022:8038195. doi: 10.1155/2022/8038195. PMID: 36110194; PMCID: PMC9470301. Article ID 8038195, 9 pages
2. Wosikowski K et al. (2013). Imupret® inhibits the replication of respiratory syncytial virus and shows in vitro and in vivo immunomodulatory properties. Planta Medica, 79, PB48.
3. Sego TJ et al. (2020). A modular framework for multiscale, multicellular, spatiotemporal modeling of acute primary viral infection and immune response in epithelial tissues and its application to drug therapy timing and effectiveness. PLoS Computational Biology, 16(12), e1008451.
4. Gessner A. (2009). Infektionen. Was können pflanzliche Extrakte leisten? NaturaMed, 6, 24–26.
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7. Savlevich E. (2023). Changes in local immune status in tonsillopharyngitis under pathogenic therapy with the BNO 1030 extract: a randomized, comparative, parallel-group, single-center study. Preprint. doi:10.1101/2023.07.28.23293249.
8. Berger T. (2008). Verträglichkeit und Wirksamkeit eines pflanzlichen Kombinationspräparates. MMW Originalien II, 150, 85–90.
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